Klavierstimmer Johannes Hinrichsmeyer
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Berlin – Potsdam – Land Brandenburg

Portrait Klavierstimmer Johannes Hinrichsmeyer

Reparaturen für Klavier, Flügel und Cembalo

Reparaturen vor Ort oder in der Werkstatt

  • alle Reparaturen für Klavier, Flügel und Cembalo
  • vor Ort bei kleineren Reparaturen, größere Reparaturen in meiner Werkstatt
  • alle Oberflächenarbeiten

Werkstatt Johannes Hinrichsmeyer

Wartenburgstraße 16a
10963 Berlin

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Alle Reparaturen für Klavier, Flügel und Cembalo

Arbeiten am Resonanzboden

Es werden alle Reparaturen von Klavieren und Flügeln ausgeführt. Dazu gehören Arbeiten am Resonanzboden wie Ausspänen und Neulackieren sowie Neulackieren der Gussplatte als auch Wechseln der Stimmwirbel und Neubesaitung.

Klaviaturarbeiten

Ebenso alle Klaviaturarbeiten wie Neubelegen der Tasten, Neugarnieren, Ausbessern von Elfenbeintastaturen usw.

Arbeiten an der Mechanik

Austausch oder Neubefilzen der Hämmer, Modernisierung der Mechanik z.B durch neue Hebeglieder usw.

Gehäusearbeiten am Klavier, Flügel und Cembalo

Furnierarbeiten, Beizen in einen anderen Farbton, Neulackierung mit Schellack oder Polyester – matt, seidenglänzend oder Hochglanz. Oder auch nur Aufpolieren und/oder Ausbessern der vorhandenen Lackschicht.

Reparaturablauf

Bei einem älteren Klavier (oder Flügel) aus der Vorkriegszeit läßt mit den Jahrzehnten die Stimmbarkeit nach. Die Stimmwirbel stecken nicht mehr fest genug im Holz um der Zugkraft der Saiten Stand zu halten. Pro Saite sind das immerhin circa 70 kg. Das sind  bei etwa 220 Saiten insgesamt mehr als 15 Tonnen! Das Holz altert – die Luftfeuchtigkeit geht im Winter durchs Heizen in den Keller und im Sommer wieder hoch – dadurch leiern die Löcher aus in denen die Wirbel stecken.

Vor allem die Basssaiten sind einem Alterungsprozess unterworfen : das Kupfergespinnst lockert sich und die Saiten werden “taub”, d.h. die Obertöne verschwinden. Oft bekommt der Resonanzboden Risse, die ausgespänt werden müssen , damit keine Nebengeräusche entstehen beim Spielen.

Alte Elfenbeinbeläge müßen ausgebessert werden, gebleicht und neu aufpoliert. Die ersten “Kunststoff” Beläge, die schon ab den 10 er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurden als Elfenbeinersatz, verspröden und bekommen Risse. Das seitliche Tastenspiel vergrößert sich bis die Taste “wackelt”.

Und nicht zuletzt gibt es natürlich viel Verschleiß durchs Spiel in der Mechanik: Die Hammerfilze sind abgespielt, die Bändchen reißen, die Dämpfung arbeitet nicht mehr zufriedenstellend. Und so weiter …gerade in der Mechanik gibt es sehr viel bewegliche Teile die verschleißen.

Bei einer Generalüberholung werden die alten Saiten mit den Wirbeln entfernt und die Gussplatte ausgebaut. Jetzt kann der Resonanzboden geflickt  und eventuell neu lackiert werden. Die Besaitung wird nochmal neu berechnet. Die neuen  Basssaiten von Hand  gesponnen. Durch mehrere Stimmdurchgänge nähert man sich dann allmählich dem Kammerton.

Eingespielte Hammerköpfe werden abgezogen, stark eingespielte neu befilzt oder komplett erneuert. Die modernen weißen Tastenbeläge sind aus Akrylglas und sehr widerstandsfähig. Dann muss die instandgesetzte Mechanik neu einreguliert werden. Oft hat sich der Pedalweg verstellt, so dass auch hier nachgearbeitet werden muss. Das ist nur ein grober Umriss der Arbeiten, die am häufigsten ausgeführt werden.

Das Äußere:

Alte Klaviere wurden meistens mit Schellack poliert – später mit Nitrozellulose. Beide Lacksysteme sind sehr wasser- und auch lichtempfindlich und verwittern daher mit den Jahren.

Die modernen Lacke, allen voran Polyester sind dagegen sehr widerstandsfähig. Ihr altes Klavier können Sie aber sowohl  wieder mit Schellack als auch mit Polyester neu beschichten lassen.